ie Geschichte begann bereits im Jahr 2015 mit einem begehbaren Ostergarten in St. Peter. Die damaligen Mitarbeiter Ursula Altehenger und Markus Ende gestalteten die Ausstellung mit echten Steinen, Kulissen und zahlreichen Details. Das Projekt begeisterte die Besucherinnen und Besucher, brachte jedoch auch einen enormen Arbeitsaufwand mit sich. Tücher, Rindenmulch, Bierzeltgarnituren, die Silhouette von Jerusalem usw. mussten alle zwei Jahre neu aufgebaut werden.
Aus dieser Erfahrung heraus entstand bei Markus Ende eine ungewöhnliche Idee: Warum die biblischen Geschichten nicht mit LEGO-Steinen erzählen? Die erste Reaktion fiel zunächst skeptisch aus. „Das geht doch nicht“, erinnert sich Ursula Altehenger. Doch die Idee ließ die beiden nicht mehr los.
Mithilfe von Fördermitteln für innovative Projekte des Bistums und Spenden konnten gebrauchte LEGO-Steine angeschafft werden. Gemeinsam mit ehrenamtlich engagierten Jugendlichen und Erwachsenen entstand an mehreren Bautagen die erste LEGO-Ausstellung zur Ostergeschichte.
Noch bevor der erste Stein gesetzt wurde, entwickelte Markus Ende die einzelnen Szenen digital im LEGO Creator. Diese Entwürfe dienten als Bauvorlagen und halfen dabei, die Ideen Schritt für Schritt in reale Modelle umzusetzen. Gleichzeitig blieb den 17 Mitwirkenden genügend Freiraum, eigene Ideen einzubringen. Sie erhielten die Bibelstelle und durften drauf losbauen. Die hier gezeigten Bilder stammen aus dieser Planungsphase und geben einen spannenden Einblick in die Entstehung der einzelnen Stationen. Auch arbeiteten 4 Schneiderinnen für die Gewänder mit.
Zwei Jahre später folgte die Weihnachtsgeschichte, bevor im Jahr 2020 während der Corona-Zeit die Ausstellung über Maria entstand. Parallel dazu wurden auch die begleitenden Roll-Ups stetig weiterentwickelt. Die ursprünglich eher sperrigen Roll-Ups wurden überarbeitet und durch neue Hintergründe, wie z.B. einen blauen Himmel ergänzt, die die LEGO-Szenen noch besser in Szene setzen.
Wie schon der begehbare Ostergarten in St. Peter begeistern die LEGO-Ausstellungen bis heute zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Aus einer spontanen Idee ist im Laufe der Jahre ein besonderes Projekt geworden, das mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Wallfahrt gehört.
Doch die Entwicklung ist damit nicht abgeschlossen. Neue Bautechniken, immer mehr Details und kleine versteckte „Easter Eggs“ bereichern die Ausstellungen Jahr für Jahr.
In diesem Jahr wurde zudem ein weiterer Meilenstein erreicht. Zwar gab es bereits zuvor LEGO-Filme, die aus einzelnen Bildern und eingesprochenen Texten entstanden waren. Doch die beiden aktuellen FSJler Julian Jungmann und Arvid Weishaupt gingen noch einen Schritt weiter: Sie produzierten einen eigenen Stop-Motion-Film. In unzähligen Einzelaufnahmen wurde die Geschichte Jesu aus der Perspektive Marias zum Leben erweckt. Der entscheidende Unterschied zu den bisherigen Filmen: Die Figuren bewegen sich tatsächlich.
Und die Ideen gehen den Verantwortlichen noch lange nicht aus. Sowohl Markus Ende als auch Ursula Altehenger sind überzeugt, dass die Ausstellung auch in Zukunft weiterwachsen wird. Neue Szenen, neue technische Möglichkeiten und neue kreative Ansätze sorgen dafür, dass das Projekt ständig in Bewegung bleibt.